Carl James Bühring

Carl James Bühring hat in seiner Zeit als Gemeindebaurat in Weißensee den Ort maßgeblich geprägt. Viele seiner Bauten stehen unter Denkmalschutz.

Lebensdaten

11.Mai 1871 geboren in Berlin
  Vater: Kaufmann Johann Heinrich Carl Bühring
  Mutter: Eliza Watt, geb. Anderson
 1891 Abitur in Christiania (Oslo) 
Herbst 1892 Studienbeginn an der TH Charlottenburg
5. November 1894 Aufnahme der Studien an der TH Braunschweig
1896 Studienabschluß mit Preisträgerschaft 
26. Januar 1897 Anstellung als Regierungsbauführer in Wiesbaden
1898  Studienaufenthalt in Italien, Erster eigenständiger Entwurf eines Wohn und Geschäftshause 
20. April 1899  Aufnahme in den Berliner Architekturverein als auswärtiges Mitglied. Mitgliedsnr. 4226
1899 Lehrer an der Kunst- und Gewerbeschule in Christiania (heute Oslo)
1901 2. Hauptprüfung Hochbau in (Berlin-)Charlottenburg
8. November 1901 Ernennung zum Regierungsbaumeister Zuerst in Berlin, dann in Nienburg/Weser. Mitwirkung an Regierungsbauten in Berlin, u. a. am Anatomischen Institut, der Tierärztlichen Hochschule, daneben Assistent bei Prof. Kühn an der TH Charlottenburg
1902/1903 Tätig in Staatsdiensten, zugleich als privater Architekt und Lehrer an der Kunstgewerbeschule Hannover sowie als Stellv. D. Konsitorialbaumeisters f. d. Kirchenprovinz Hannover
Herbst 1903 Antrag auf Entlassung, Rückversetzung nach Berlin, dann Niederlassung in Hannover
1. Januar 1904 Aufnahme der Tätigkeit als Assistent an der TH Hannover
26. März 1904  in Bonn Heirat mit Marie Oster
7. Januar 1905 Geburt der Tochter Lilly 
18. März 1906 Geburt des Sohnes Carl Art(h)ur
1. April 1906 Gemeindebaurat in Weißensee bei Berlin
1906 Teilnahme (i. A. der Gemeinde) am Architektenkongress in Dresden 
19. Juli 1907 Geburt der Tochter Rut(h)
Mai 1908 Teilnahme (i. A. der Gemeinde) am Architektenkongress in Dresden
19. Juli 1907 Geburt der Tochter Rut(h)
Mai 1908 Teilnahme (i. Auftrag der Gemeinde) am 8. Internationalen Architektenkongress in Wien
17. August 1910  Geburt der Tochter Sigrid
15. Juni 1911 Auszeichnung mit dem Preußischen Kronenorden 4. Klasse
1913 (Erfolglose) Bewerbung in Posen 
27. November 1914 Geburt des Sohnes Armin Viktor 
10. März 1915 Wahl zum Stadtbaurat in Leipzig
19. November 1920 Verleihung der Würde eines Dr Ing h.c. durch die Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig 
1924  Abwahl als Stadtbaurat, Beginn der freien Mitarbeit beim Zoologischen Garten Leipzig
2. Januar1936 Tod in Leipzig
6. Januar 1936  Beisetzung auf dem Südfriedhof der Messestadt

Werksverzeichnis 

1906   Progymnasium Nienburg / Weser
1906   Ville Kleefeld Hannover
1908  Pistoriusstraße 23 Gemeindeturn- und Festhalle (Stadthalle) Pistoriusstraße 23,  Kriegsverlust, nur das Restaurant (heute Frei-Zeit-Haus) blieb erhalten
1908  Pistoriusstraße 24-24b Bürohaus mit Wohnungsteil Pistoriusstraße 24, dann Beamtenwohnhaus, Pistoriusstraße 24, dazu Wohngebaude Pistoriusstraße 24a znd 24 b 
1908 Pistoriusstraße 16  
1908 Berliner Allee 206 und 208 Wohnbauten
1909 Pistoriusstraße 127  Verwaltungsgebäude für kommunale Pumpstation mit Bibliothek 
1909 Romain-Rolland-Straße 56 Pfarrhaus Heinderdorf
1910 Pistoriusstraße 128 Pumpstation 
1910 Bernkasteler Straße 78 Gemeindeschule Bernkasteler Straße
1910 Woelckpromenade 38 Real-Reformgymnasium
1910 Berliner Allee 55 und 57 Wohnbauten
1911 Giersstraße Säuglings- und Kinderkrankenhaus
1912   Steinbrücke am Weißen See 
1912   Neubau des Seebades am Weißen See
1913 Pistoriusstraße17/ Woelckpromenade 1 Ledigenheim
  Schönstraße Torbau am Gemeindefriedhof
    Erbbegräbnis der Familie Woelck auf dem Gemeindefriedhof
1912-1913 Woelckpromenade 2-7 Wohnbauten
1913 Woelckpromenade 36 Wohnbauten
1913 Woelckpromenade 37 Wohnbauten
1913 Paul-Oestreich-straße 1-4 Wohnbauten
1913-1914 Tassostraße 1-4 und 18-22 Wohnbauten
1913-1914 Caseler Straße 1-5 / Berliner Allee 196 und 198 Wohnbauten
1914 Trierer Straße 11-19 Wohnbauten
1914 Buschallee 108-110 / Berliner Allee 178 Wohnbauten
1915 Roedernstraße 89 Gemeindeschule Hohenschönhausen
1915 Charlottenburger Straße 1-3 / Parkstraße 107 und 108 Wohnbauten
1915 Tassostraße 5-7 und 13-16 Wohnbauten
1915 Parkstraße 109 Wohnbauten
1919-1924   Weidenhofsiedlung Leipzig Mockau
1919-1924   Entwurf und Bauleitung am Umbau des Altern Theaters und am Gebäude des Messeamtes
1924 Härtelstraße 16 Erweiterungsbau des ehemaligen Grassi-Museums und Umbau zu einem Textil-Messehaus
1925 Lößniger, Fichte- und Steinstraße in Leipzig Wohnbebauten
ab 1924 Zoo Leipzig Erweiterungsplanung und -durchführung im Zoologischen Garten 
1926 Zoo Leipzig Dickhäuter-Palmenhaus
1928 Zoo Leipzig Erweiterung des Neuen Raubtierhauses
  Zoo Leipzig Antilopenhaus, heute Vogelhaus mit Freiflughalle
1929 Zoo Leipzig Bärenburg
1935 Zoo Leipzig Neue Tierkinder-Garten
1935 Zoo Leipzig Affeninsel und Pavianfelsen