von Joachim Bennewitz
Die Deutungen zu den Bestandteilen des Weißenseer Wappens sind vielfältiger Natur, die Fragen danach lassen nicht nach. Die dargestellten Gegenstände werden oft der Seefahrt, manchmal auch dem Maschinenbau zugeordnet. Zumeist geht man daher in die Irre und die Notwendigkeit der quellengerechten Aufklärung bleibt erhalten. Die alte Dorfgemeinde verwendete für ihre Siegel über viele Jahre nur Textdarstellungen und erst in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts zwei miteinander durch eine Schleife verbundene Lorbeerzweige.
Der Friedhof der Gemeinde Weißensee an der Roelckestraße wurde am 14.07.1885 eingeweiht. Er löste den alten Dorffriedhof ab, der sich im Straßenkarree Piesporter Straße / Bernkasteler Straße und Wittlicher Straße befand. Reste davon sind noch zu erahnen. Zu dem prominentesten Gräbern zählt das von Heinrich Feldtmann, der die Geschicke Weißensees bis 1905 leitete. Sein Nachfolger, der Oberregierungsrat Dr. Carl Woelck, hat dort auch eine imposante Grabanlage.
Die gesamten baulichen Anlagen, einschliesslich der Erbbegräbniswand, sind als Gartendenkmale ausgewiesen.
Weiterlesen: Friedhöfe in Weißensee - Friedhof XV Roelckestr.
von Joachim Bennewitz
Sehr oft wird im Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwicklung Weißensees vom kleinen Dorf in der Nähe Berlins bis zu seiner heutigen Gestalt als Ortsteil der Großstadt die Frage gestellt, seit wann von >Berlin-Weißensee< gesprochen wird. Viele Gäste der Veranstaltungen des Vereins wissen oder haben davon gehört, daß die Stadt Groß-Berlin erst 1920 entstand und der Ort, der bis dahin zum Kreis Niederbarnim zählte, zu den Eingemeindeten gehörte.
von Joachim Bennewitz
Weißensee - die Filmstadt. Jedoch: Nicht nur in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts surrten hier Kameras, liefen bekannte Schauspieler durch die Gegend, dienten junge wie alte Bürger des Bezirk als Statisten. Auch 1940/41 standen hier Kulissenstädte wie in Babelsberg, wurden Tiere benötigt und bevölkerten Menschen aus exotischen Gegenden das Aufnahmegelände an der Rennbahn wie schon zu Joe Mays Zeiten zwanzig Jahre vorher.
von Joachim Bennewitz
Das Jahr 1907 sollte zu einem erfolgreichen für die noch junge Großgemeinde Weißensee werden, die sich erst zwei Jahre zuvor durch den Zusammenschluß des alten Dorfes und der Berliner Vorstadt Neu-Weißensee gebildet hatte und nun verstärkt daran arbeitete, endlich - wie auch zuvor schon Lichtenberg und andere Vororte - die Stadtwürde zu erlangen.
von Joachim Bennewitz
Im Laufe der zurückliegenden rund 200 Jahre hat das Gebiet um Weißensee wiederholt erleben können, daß die Eroberung der Luft auf unterschiedliche Weise stattfinden kann und mit der 1788 erfolgten Landung des Luftschiffers Blanchard am Rande von Karow die Fülle der friedlichen Kontakte zwischen Himmel und Erde erst begonnen hatte.
von Joachim Bennewitz

Mehr als dreißig Jahre hatte es seinen Dienst verrichtet: Nur kurz nach der Einführung der ersten Linie, die am Berliner Alexanderplatz ihren Anfang nahm und auf dem Vorhof des Weißenseer Schlosses ihren zweiten Endpunkt hatte, war auf dem Dreieck zwischen der heutigen Rennbahnstraße, der Parkstraße und der Große-See-Straße, von vornherein für größeren Zuwachs geplant, das alte Depot der Straßenbahn entstanden.
von Joachim Bennewitz
Gibt es eine Ortschaft in der Umgegend Berlins, die in hervorragender Weise ihr Aussehen verändert hat, und fort und fort zu verändern fortfährt, so ist es
von Joachim Bennewitz
1880 hatte sich die Gemeinde Neu-Weißensee vom alten Dorf abgesondert und ihren weiteren Weg getrennt begonnen. Noch im gleichen Jahre waren die beiden jüdischen Friedhöfe geweiht worden, hatte die Gemeindevertretung Heinrich Feldtmann zum Vorsteher gewählt. In 255 Häusern lebten zu dieser Zeit 3 891 Einwohner.
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Im November des Jahres 1915 wurden viele Weißenseer Schulkinder davon überrascht, daß ihnen für ein paar Tage schulfrei gewährt wurde. Weil, wie sich schnell herumsprach, die Schulgebäude geräumt werden mußten. Der Spaß, völlig außer der Reihe Ferien zu bekommen, wich bald der Ernüchterung: Künftig war mit Schichtunterricht zu leben.
von Joachim Bennewitz
Die Niederlage der Preußen bei Jena und Auerstedt im Oktober 1806 besiegelte den Niedergang der vormals mächtigen Armee Friedrichs des Großen, ausgelöst durch die in der französischen Revolution entstandene Armee Napoleons. Die Familie des Königs verließ fluchtartig Berlin, um dem im Eiltempo dorthin ziehenden Franzosenkaiser zu entrinnen.
