Mitteldeutsches Ernhaus

Mindestens seit dem 18. Jahrhundert auch in der Mark Brandenburg verbreitete, einst "Fränkisches Haus" genannte ländliche Hausform, die durch den quer durch das Haus, also von den vorderen zur hinteren Traufseite hindurchlaufenden Flur gekennzeichnet wird. Ursprünglich ein Wohn-Stall-Haus mit dem Wohnraum an der einen und dem Stall an der anderen Giebelseite sowie dem Flur mit der Feuerstelle in der Mitte, entwickelte sich schon um 1750 daraus ein reines Wohnhaus, das Vorbild für die meisten Kolonistenhäuser und Ausgangsform der früheren Landarbeiterkaten im Brandenburgischen Raum war.

Aus "Die Dörfer in Berlin" Hans- Jürgen Rach



zurück zur Übersicht